Im
Weinberg

Respekt vor dem Land,
Arbeiten mit dem Leben

Seit Sébastien Pineau 2012 die Leitung der Kellerei übernahm, entwickelt Charmail ein neues Modell für den Weinbau im Médoc. Im Mittelpunkt stehen Widerstandsfähigkeit, Biodiversität und Sorgfalt. Unsere Umstellung auf ökologischen Anbau begann im selben Jahr, basierend auf einem einfachen Prinzip: Großer Wein entsteht unter der Erde, im lebendigen Boden.

Lange vor der Ernte beginnt unsere Arbeit unter der Erde. Gesunde Böden sorgen für gesunde Reben. Wir verzichten auf synthetische Chemikalien und fördern stattdessen die Artenvielfalt auf allen Ebenen. Gründüngung, Kompost und natürliche Kreisläufe prägen unseren Anbau. Unsere Rebzeilen summen vor Bienen, sind von Hecken gesäumt und bieten mehr als nur Reben ein Zuhause.

„Ein Weinberg ist keine Fabrik, er ist ein lebendiger Ort.“

SEBASTIEN PINEAU, Winzer von Charmail

Eine Symphonie
vom Leben in den Reben

Bei Charmail ist die Natur unser wichtigster Partner. Wir haben die Biodiversität in den Mittelpunkt unserer Arbeit gestellt. Dies gilt nicht nur aus Prinzip, sondern ganz konkret und sichtbar im Alltag. Unsere Tiere tragen wesentlich zum Gleichgewicht des Ökosystems Weinberg bei und erfüllen dabei jeweils unterschiedliche Funktionen.

Es geht nicht nur um das, was sie tun, sondern auch um das, was sie signalisieren. Ihre Anwesenheit zeigt, dass der Weinberg lebendig, komplex und im Gleichgewicht ist. Diese Tiere sind Teil unserer täglichen Arbeit, nicht nur Symbole der Nachhaltigkeit, sondern auch Mitwirkende an einer besseren Ernte.

Schaf
Bienen
Pferde
Hühner

Im Winter grasen Schafe zwischen den Weinreben und halten so das Gras kurz, während sie gleichzeitig den Boden düngen.

Bienen helfen bei der Bestäubung und sind ein Indikator für die Gesundheit des Ökosystems. Sie produzieren auch ein wenig Ahornsirup!

Kaltblüter pflügen jüngere oder empfindliche Parzellen mit sanfter Präzision.

Die Hühner laufen frei herum, helfen bei der Insektenbekämpfung und bereichern den Boden durch ihre natürliche Anwesenheit.

Schaf

Im Winter grasen Schafe zwischen den Weinreben und halten so das Gras kurz, während sie gleichzeitig den Boden düngen.

Bienen

Bienen helfen bei der Bestäubung und sind ein Indikator für die Gesundheit des Ökosystems. Sie produzieren auch ein wenig Ahornsirup!

Pferde

Kaltblüter pflügen jüngere oder empfindliche Parzellen mit sanfter Präzision.

Hühner

Die Hühner laufen frei herum, helfen bei der Insektenbekämpfung und bereichern den Boden durch ihre natürliche Anwesenheit.

Arbeiten mit der Natur
Nicht dagegen

Charmail ist ein Ökosystem, in dem Reben neben Tieren, Gründüngung und Wildpflanzen gedeihen. Die Anbaumethoden basieren auf Beobachtung, Respekt und Zeit. Das ist die Philosophie. Und jeder Jahrgang spiegelt diese Philosophie wider: klare, ausdrucksstarke Weine, die tief in ihrer Herkunft verwurzelt sind.

Winter

Winter

Im Winter wird der Boden traditionell durch Anhäufeln und Ausgraben bearbeitet, die oberste Bodenschicht aufgelockert und die Reben auf die Wachstumsperiode vorbereitet. Der Rebschnitt erfolgt zwischen Dezember und März nach der traditionellen Doppel-Guyot-Methode, bei der nur 6–8 Knospen pro Rebe belassen werden, um den Ertrag zu kontrollieren und die Konzentration der Aromen in den Trauben zu erhöhen.

Frühling

Frühling

Mit dem Frühlingsbeginn erwachen die Reben. Das Team führt die sogenannte „Épamprage“ durch, das sorgfältige Entfernen nicht-fruchttragender Triebe, um die Energie der Rebe auf die vielversprechendsten Zweige zu lenken. Diese präzise Handarbeit sichert die Gesundheit jeder einzelnen Rebe und fördert ein gleichmäßiges Wachstum.

Sommer

Sommer

Während der Sommermonate wird die Laubwandpflege mit besonderem Augenmerk auf Ausgewogenheit und Luftzirkulation fortgesetzt. In den letzten Jahren haben wir aufgrund des Klimawandels auf die Grüne Lese und das Ausdünnen der Blätter verzichtet, um den Reben ihren natürlichen Schutz und ihr Gleichgewicht zu erhalten.

Fallen

Fallen

Mit dem Einzug des Herbstes erreichen die Trauben ihre volle Reife. Die Lese beginnt üblicherweise im September und dauert je nach Jahrgang zwei bis drei Wochen. Bei Charmail erfolgt die Lese ausschließlich von Hand. Die Trauben werden sorgfältig in kleine Kisten gelegt, um Beschädigungen zu vermeiden und ihre Unversehrtheit zu bewahren. Während der gesamten Saison beobachten wir mehr, als dass wir eingreifen. Wir hören auf den Boden, passen uns dem Klima an und reagieren auf das, was die Natur uns bietet.